Oldal kiválasztása

Schon im Kindesalter wurde die Geige zu meinem Spielzeug. In meiner Familie war die Musik und das Musizieren gelebte Tradition, meine Großeltern und Eltern sangen und spielten auf allen Familienfesten und Zusammenkünften im privaten Freundeskreis. Als sie meine Musikalität entdeckten, drückte mir meine Patin, eine Geigenlehrerin, eine kleine 1/8-tel Geige in die Hand und in jahrelanger ausdauernder Arbeit brachte sie mir das Geigenspielen bei.

Meine echte Zuneigung zur Geige als Musikinstrument bildete sich nach der Absolvierung meiner Ausbildung zum Geigenlehrer an der Musikfachhochschule heraus. Mit großer Begeisterung begann ich mein allererstes Instrument, eine Geige zu bauen. Natürlich war das Ergebnis keine Meistergeige, aber mit Herz und Hand gemacht und ich war sehr stolz darauf. Nach einigen Jahren entschloss ich mich, mein erworbenes Wissen zu vertiefen und 1990 schrieb ich mich ein an der internationalen Instrumentenbau-Schule Antonio Stradivari in Cremona, Italien. Nach zwei Jahren Ausbildung mit erfolgreichem Abschluss, bot mir der berühmte italienische Meister Riccardo Bergonzi an, in seiner Werkstatt zu arbeiten und zu lernen. In den zwei Jahren die ich bei ihm blieb, erwarb ich sämtliche Praktiken, Raffinessen des cremoneser Geigenbauhandwerks, das auf eine 300-jährige Tradition zurückblickt. Ich habe Riccardo, der mir seine Freundschaft anbot, sehr viel zu verdanken.

1994 wandte ich mich wieder dem Musizieren zu, ich arbeitete als Geigenlehrer und als professioneller Orchestermusiker. Daneben zog ich Nutzen aus meinem Geigenbauerwissen und reparierte die Instrumente meiner Orchesterkollegen und Musikschüler.

In 2011 schrieb ich mich wieder an der Antonio Stradivari Schule in Cremona ein und in 2012 bestand ich mit Erfolg die Fachprüfung in Instrumentenbau als Schüler des Meisters Giorgio Scolari.

In meiner Prüfungsarbeit analysierte und beschrieb ich Niccolo Amatis 1666-er „Ex Collin” wunderschöne Geige, aufgrund der Anleitungen der Meister Ernesto Vaia und Fausto Cacciatori.

Während meines Berufslebens entwickelte sich meine Liebe zum Musizieren und zum Instrumentenbau- und Reparatur stets Hand in Hand. Ich bin beiden Fachgebieten dermaßen zugetan, dass ich mich nicht von einem trennen vermag, um mich dem anderen zuzuwenden und vollends zu widmen. Als Musiker interessiert mich beim Instrumentenbau- und Geigenbau vor allem der Klang des Instruments. Wie ist der Klang, warum klingt es gut, was kann ich tun, um ihn zu verbessern? Denn neben der Ästhetik und den fachlichen Anforderungen bei der Fertigung, ist der Klang die wichtigste Charaktereigenschaft einer Geige. Meine Musikerkollegen spielen gerne auf meinen Instrumenten und sind auch mit ihrer Bespielbarkeit sehr zufrieden, welche in großem Maße von einer sorgfältig gewählten, präzisen Ausstattung abhängt. Die Schönheit des Klanges und die Bedienbarkeit des Instruments ist für mich von zentraler Bedeutung, gleichzeitig richte ich mein Augenmerk auch auf seine ästhetische Erscheinung, Schönheit.

In 2014 nahm ich mit drei Instrumenten teil an einem internationalen Instrumentenbauer Wettbewerb in Pizogne, Italien: einer Geige, einer Bratsche, einem Cello (Violoncell).

Ich empfehle meine Instrumente Musikern, die gleichermaßen wie ich es lieben, mit offenem Ohr und offener Seele Musik zu machen und es bereitet ihnen große Freude auf schön klingenden Instrumenten ihre Zuhörerschaft zu verzaubern.